Warum ein "geschlossenes" Seefahrerlager?
Das Seefahrerlager auf dem ConQuest of Mythodea war ursprünglich von Spielern als Ambientiges Stadtviertel geplant… Ein schmieriges Hafenviertel voller Spelunken, Piraten, Nutten und sonstigem seefahrenden Gesindel.
Hat das Konzept funktioniert?
In den ersten Jahren, JA!
In den letzten, NEIN!
Jedes Jahr hatten wir mehr Iglu-Camper im Lager und andere Leute, die mit der Seefahrt nun gar nichts am Hut hatten sondern lieber ungestört saufen wollten (wobei letztere Fraktion eher das kleinere Problem darstellte).
Das störte nun weniger die Iglu-Camper sondern vielmehr all jene Seefahrerlager-Spieler, die sich wirklich viel Mühe mit dem Ambiente gaben und nach wie vor geben. Das Seefahrer-Lager soll ein WIRKLICHES Ambiente-Lager werden. Wir wollen zu dem ursprünglich geplanten Konzept zurück – beziehungsweise es endlich richtig umsetzen können.
Um dies zu gewährleisten gilt für das Seefahrerlager 2012: Wir kümmern uns selbst darum.
Daher haben wir im ersten Schritt beschlossen, das Lager aus dem offenen Kartenverkauf zu nehmen und es ähnlich zu handhaben wie das große Heer und die Orks: Nur wer zu uns passt kommt zu uns ins Lager!
Mit dieser Maßnahme erhoffen wir uns endlich ein wirklich ambientiges Seefahrerlager 2012!
Konzept des Seefahrerlagers Mythodea für die Zukunft
Ziel war wie gesagt immer, ein Lager mit der Atmosphäre eines düsteren Hafenviertels aufzubauen. Die Herausforderung liegt hauptsächlich in zwei Punkten:
1. Wir haben keine feststehende Stadt mit engen Gassen, Kaianlagen, Schiffen, die an den Anlegestellen schaukeln, Waren, die verladen werden und Kneipen und Bordelle dicht an dicht.
2. Dieses Szenario passt auch so nicht komplett auf das CoM, da der Hintergrund durch die Kampagnein festgelegt ist. In der Regel frisch errichtete Siedlungen (auch mal im Landesinneren) oder Zeltlager, in die man frisch hingekommt.
Somit kann man nun versuchen diese Mankos durch das zu kompensieren, was sonst noch den Flair einer solchen Gegend ausmacht:
Die Menschen, die dieses Hafenviertel (in einer generischen Vorstellung) bevölkern.
Die ganzen Seeleute der Schiffe die dort im Hafen liegen, Matrosen, die die Tavernen und Freudenhäusern nach monatelanger Fahrt heimsuchen um ihre Heuer zu verprassen, Kapitäne, die mit anderen Kapitänen oder Ansässigen ihre Geschäfte machen. Es wird sich um Spieleinsätze geprügelt, es wird gesoffen, es werden Lieder gesungen und etliche vom kleinsten Schiffsjungen bis zum Kapitän versuchen für sich das Beste aus diesem Aufenthalt herauszuholen...
Aufgrund des Settings sind wir in einer gesetzesarmen Zone (ja, es gibt eine Stadtwache, aber die kommen selten in das Viertel; vielleicht ist es ihnen nicht ganz geheuer), so dass dort das Recht des Stärkeren gilt, bzw. das Recht, welches die Kapitäne auf See ausüben, um ihren Haufen etwas zusammen zu halten.
In so einer Gegend gibt es natürlich immer auch zwielichtiges Volk, welches angezogen von den manigfaltigen Gelegenheiten an schnelles Kupfer zu kommen, von den exotischen Waren auf den Schiffen zu profitieren, sich selbst in den Freudenhäusern und Spelunken herumzutreiben oder einfach mitzufeiern, hier herumhängt.
Natürlich wird versucht in diesem Lager auch mit Ausstattung und Dekorationen zu arbeiten um den bestmöglichen Eindruck zu erreichen. Fischernetze, herumstehende Kisten, Fässer und eben auch ambientetaugliche Zelte, die möglichst eng gebaut sind um etwas von der engen bedrückenden Atmosphäre einzufangen.
Aber den Hauptpunkt machen wie gesagt die Leute aus. Damit das funktioniert, müssen möglichst viele Seefahrende Charaktere auf engem Raum zusammengelegt werden. Je weiter diese Grüppchen auseinandergelegt sind und dazwischen Nicht-Seefahrende Gruppen untergebracht sind, desto mehr verwässert dieser Eindruck. Und dann nützt es auch nichts mehr, wenn anders geartete Charaktere, die gerne mal diese Atmosphäre erleben wollen dazu kommen, dadurch verwässert das Bild nur noch mehr, und keiner hat mehr was davon.
Zusätzlich zum eng gebauten Hafenviertel-Ambiente planen wir 2012, einen großen „Marktplatz“ zu errichten, der aus der Stadt zugänglich sein soll, bestehend aus Jolly Roger Inn, dem Captains Stübchen, der Großen Jurte der Bruderschaft der Küste und daneben dem Schrein für die Meerjungfrau (den wir noch etwas ausbauen wollten)... So wären alle zentralen Seefahrer-Anspielpunkte sowohl fürs Saufen als auch fürs Plotten und Gruppenspiel an einem Platz.
Es wird (mindestens) einen Haupt-Weg aus dem Seefahrerlager auf die große Wiese zum Wasserlager geben… auch an diesem Weg sollen die ambientigeren Lager platziert werden, damit das Seefahrerlager nicht am Marktplatz zu ende ist.
Was wir wollen!
Schon länger bespielte Crews (z.B. Bruderschaft der Küste) für ein spannendes Piraten-Spiel!
Plotwillige und Ambientebemühte Seefahrer und Hafen-Bewohner, die unser Viertel mit Leben füllen!
Ambientige, schön dekorierte Lager
Ein intensives Spiel, gerne auch mit Konflikten, das in unser Lager passt
Was wir definitiv nicht wollen!
Ungetarnte Iglu-Zelte und Plastik-Pavillons
Gruppen / Charaktere im Lager mit keinerlei Beziehung zur Seefahrt, anderen Seefahrern oder befreundeten Crews, die sich auch nicht beteiligen wollen.
Müllcamper (sprich, Leute, in deren Lager es aussieht wie im lokalen Stadtpark nach dem Jugend-Straßenfest)